Auf Ibiza wird eine neue Idee kritisiert: eine Fähre, die auch als Hotel dient. In diesem Sommer, vom 27. Juni bis Ende September, verkehrt die Fähre zwischen Valencia und Ibiza unter dem Namen „TrasmedWeekend”. Reisende können an Bord übernachten, inklusive Frühstück, Begrüßungsgetränk und einer geführten Wanderung durch Ibiza-Stadt.
Dieser Service bietet Passagieren die Möglichkeit, ein Wochenende auf Ibiza zu verbringen, inklusive Übernachtung an Bord der Fähre. Die Fähre legt jeden Freitagabend um 22:30 Uhr in Valencia ab und kommt am Samstagmorgen in Ibiza an. Die Fähre bleibt das ganze Wochenende über im Hafen, sodass Passagiere die Insel erkunden und abends in ihre Kabine an Bord zurückkehren können.
Das Paket beinhaltet eine Kabine für vier Personen für 114 Euro pro Strecke, was 228 Euro für eine Hin- und Rückfahrt entspricht. Hinzu kommen 200 Euro für die Übernachtung am Samstagabend. Die Gesamtkosten für vier Personen belaufen sich somit auf 428 Euro. Das Paket beinhaltet auch die tägliche Reinigung, Handtuchwechsel, Frühstück und Zugang zum Pool an Bord. Am Sonntag legt die Fähre um 13:00 Uhr in Ibiza ab und kommt um 18:30 Uhr wieder in Valencia an.
Aber nicht alle sind mit diesem Plan zufrieden. Die lokale Regierung von Ibiza hält es für eine schlechte Idee. Sie bezeichnen es als unlauteren Wettbewerb für echte Hotels, da die Fähre eigentlich als Hotel fungiert, ohne jedoch die gleichen Vorschriften zu erfüllen.
Auch die Hotelbranche ist verärgert. Laut dem Hotelverband sorgt diese Fähre für noch mehr Andrang, während Ibiza bereits alles tut, um den Tourismus etwas einzuschränken. Ibiza hat in letzter Zeit bereits viel unternommen, um den Andrang zu verringern. So wurden 9.000 touristische Plätze gestrichen, 9.000 illegale Ferienhäuser geschlossen und 12.000 Mietwagen von der Insel entfernt. Die Zahl der Touristen ging im ersten Quartal um 7 Prozent zurück.
Befürworter halten dies für klug: So könne man zusätzliche Schlafplätze anbieten, ohne neue Hotels zu bauen. Trasmed verteidigt seinen neuen Service mit dem Argument, dass er legal sei und keine zusätzliche Kapazität oder Frequenz hinzukomme. Man betone, dass es sich um eine Option für Passagiere auf der Durchreise handele, ohne den Schiffsverkehr zu stören oder als Unterkunft an Land zu gelten.
Quelle: Agenturen





